Geschichte des Klaviers

Das Klavier – Geschichte und Aufbau

Das Klavier blickt auf eine lange Geschichte zurück. Dabei sah es lange nicht so aus, wie die wunderschönen Flügel die man heute kennt und auch der Klang war erst spät so präzise und ausgefeilt, wie man ihn heute in schönen Klavierstücken und Orchestern hören kann. Entstanden ist es in Deutschland und Italien.

Der Vorgänger und Startpunkt der Erfolgsgeschichte des Klaviers ist das, im 18. Jahrhundert von Bartolomeo Cristofi entwickelte Klavichord (italienisch: gravicembalo col piano e forte). Der Florentiner gilt als Erfinder des ersten Tasteninstruments. Zwar sah diese Apparatur noch lange nicht aus wie das heutige Klavier, jedoch konnte man auch hier Tasten drücken, um Töne erklingen zu lassen.

Genau diese Idee wurde von einem deutschen mit dem Namen Silbermann aufgegriffen, der sie weiterentwickelte. Er verbesserte die einzelnen Funktionen und entwickelte das Hammerklavier. 

Dieses hat im Laufe der Zeit immer mehr Verbesserungen erfahren, sowohl ästhetisch als auch akustisch. Im Zuge der industriellen Revolution entstanden große Marken, die ihren Teil zur Weiterentwicklung beitrugen. Etwa zur Verbesserung flexiblerer Tasten, zur Richtigkeit des Klangs oder zur Verarbeitung des Gussrahmens. Mit dem stetigen Ausbau des Instruments und zahlreichen Innovationen wurde Deutschland führend auf diesem Gebiet.

Die Marke Blüthner sorgte schließlich dafür, dass Klaviere nicht nur professionelle Virtuosen hergestellt wurden, sondern auch für den Heimgebrauch, also all jene die das Klavierspiel lernen wollten, wenn auch zu einem immer noch hohem Preis. Zu dieser Zeit geben die berühmtesten Klavierspieler ihren Namen für die Modelle auf dem Markt: Chopin, Schubert, Beethoven. Das Instrument wird immer beliebter und erlebt ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts seinen absoluten Höhepunkt.

Wenig später erlebt das moderne Klavier seine Geburtsstunde. Seine massive Schönheit, vereint mit seiner Präzision und vielfältigen Klangwelt, begeistert weltweit.

Noch heute erscheint ein massiver Flügel mit glänzendem Lack anmutig und edel. Und auch das Klavierspiel erfreut sich an zahlreichen Anhängern. Egal ob Hobby-Pianisten oder professionelle Klavierspieler.

Der Aufbau des Klaviers – Aus welchen Elementen besteht das Tasteninstrument?

Wie der Klavierexperte berichtet, besteht das Klavier aus einem großen Korpus der aus einer Balkenkonstruktion zusammengestellt wird. Darüber hinaus ist darin ein Stimmstock aus Holz eingebaut. Weiter befindet sich darin ein Metallwirbel. Dieser ist an Saiten aus Gussstahl aufgewickelt.

Unverkennbar zieren das Gerät die Tasten, die sogenannte Klaviatur. Hinzu kommt das Gehäuse und die drei Pedale. Versteckt befinden sich darin noch zahlreiche Zungen und Federn sowie Hämmer und Dämpfer.

Welche Aufgabe haben die Pedale?

Das Klavier verfügt über drei Pedale. Beim Betätigen des rechten Pedals, des sogenannten Pedale beim PianoFortepedals, passiert Folgendes: Die einzelnen Dämpfer werden von den Seiten gelöst und nach oben gehoben. Wenn der Pianist nun Töne anschlägt, dann klingen diese auch weiter, wenn er die jeweilige Taste nicht mehr berührt. Darüber hinaus sorgt das rechte Pedal dafür, dass auch die nicht gedämpften Saiten anderer Töne noch mitschwingen.

Von einer sympathetischen Saitenresonanz spricht man, wenn zu dieser Schwingung zusätzlich Obertonschwingungen hinzukommen, ausgelöst von den ungedämpften Saiten. Drückt der Pianist das rechte Pedal durch, so entsteht ist ein vollerer Ton zu hören. Klaviervirtuosen spielen gerne mit den Pedalen, um damit ihren eigenen Stil zu kreieren und neue Tonwelten zu schaffen.

Das linke Pedal ist für die Verschiebung des Spielwerks zuständig und zwar zur rechten Seite. Dazu verhilft es zu einer Veränderung der Klangfarbe und zu einem leiseren Ton. Das führt dazu, dass der Hammer nun nicht mehr an gewohnter Stelle aufschlägt, sondern etwas versetzt. Dabei trifft er nur noch eine, beziehungsweise zwei Saiten im Bereich des Basstons. Das linke Pedal bewirkt außerdem eine Minderung der Distanz des Anschlags der einzelnen Hämmer auf di Saiten. Somit wird der Ton deutlich leiser und feiner.

Das mittlere Pedal dient dazu den angeschlagenen Ton zu halten. Es wird auch als tonhaltepedal bezeichnet oder in Fachkreisen als: Sostenuto-Pedal. Seine Funktion ist es lediglich den zuvor angeschlagenen Ton weiter klingen zu lassen. Die anderen Töne werden währenddessen deutlich abgedämpft. Einige Klavierbauer bieten Sonderausstattungen mit diesem Pedal an, da es für Hochwertigkeit und Komplexität eines anspruchsvollen Klaviers steht. 

Weitere interessante Informationen über Klavierpedale und ihre Funktion erhalten Sie hier.

Wie entsteht beim Klavier der Klang?

Die Mechanik des Klaviers besticht durch die kleinen Hämmer. Diese sind für den Klang zuständig. Diesen erzeugen sie, während sie auf die Saiten schlagen oder von ihnen wieder abprallen. Bei der sogenannten Repetitionsmechanik werden diese eingedämpft. Auch noch heute gibt es Innovationen die den Klang des Klaviers weiter ausbauen und verfeinern.